Dienstag, 25. Oktober 2016

{Rezension} Studierst du noch oder lebst du schon?


Studierst du noch oder lebst du schon?
Autor: Tiphaine Rivière
Seiten: 184
Verlag: Knaus
Preis: 19,99 € (D)

 Jeanne Dargan wurde gerade als Doktorandin akzeptiert. Zunächst enthusiastisch, dann stoisch, später verzweifelt taumelt sie zwischen ihrem charismatischen, aber wenig hilfreichen Doktorvater, der tiefenentspannten Institutssekretärin und diversen Jobs hin und her. Die Monate vergehen, und weder ihr Freund noch ihre Familie verstehen, warum diese verdammte Abschlussarbeit einfach nicht fertig wird. Noch schlimmer, permanent ist Jeanne mit der Frage konfrontiert: Und was macht man dann damit?
 Ich selbst studiere zwar nicht oder schreibe eine Doktorarbeit aber hatte trotzdem sehr großes Interesse an der Graphic Novel. Jeanne Dargan beginnt als sehr euphorische Dokotorandin und endet als ein kleines Häufchen Elend. Es war sehr interessant zu sehen was so eine Doktorarbeit mit einem anstellen kann. Jeanne kommt mit ihrer Doktorarbeit so gar nicht vorwärts und ist von allen genervt die sich dafür interessieren wie sie vorankommt, zugleich spricht sie aber von nichts anderem mehr. In ihrem Kopf schwirrt nur noch diese Doktorarbeit rum. Ich kenne das gut, wenn man eine gewisse Sache im Kopf hat auf die sich der Lebensinhalt bezieht scheint einem das einzige Gesprächsthema zu sein über das man reden kann. So schottet sich Jeanne immer mehr von Freunden und Familie ab und wird fast verrückt.
Ab und zu gab es ein paar große Zeitprünge, denen ich erstmal folgen musste, da man in der Zeit doch einiges verpasst. Ich finde die Geschichte hätte ein kleines bisschen länger sein können um richtig das Feeling zu bekommen wie lange Jeanne wirklich für ihre Doktorarbeit braucht. So kommt es mir eher nicht so lange vor und meine es wären nur so 1 bis 3 Jahre gewesen, was schade ist. Auch das Ende kam so abrupt, so unerwartet und die ganze Sache war nicht so ganz rund für mich.
Die Zeichungen fand ich richtig super, sie haben für sich gesprochen und haben die Geschichte sso authentisch gemacht.

Eine interessante Graphic Novel für jeden der gerade in der selben Lage ist und in mir den Wunsch eine Doktorarbeit zu schreiben, niemals aufkommen lässt.


Sonntag, 23. Oktober 2016

{Rezension} After Love


After Love
Autor: Anna Todd
Seiten: 944
Verlag: Heyne
Preis: 12,99€ (D)

Gerade als Tessa die wichtigste Entscheidung ihres Lebens getroffen hat, ändert sich alles. Die Geheimnisse in ihrer Familie und der Streit darüber, wie ihre Zukunft mit Hardin aussehen soll, bringen alles ins Wanken. Zudem schlägt Hardin immer noch um sich, anstatt Tessa zu vertrauen, und der Kreislauf aus Eifersucht, Zorn und Verschmelzung wird immer zerstörerischer. Noch nie hatte Tessa so intensive Gefühle, war so berauscht von einem Menschen. Aber reicht die Liebe allein? 

 Nach Band 2 musste ich ja sofort beim 3. Teil weiter lesen. Das habe ich dann auch gemacht nur was soll ich sagen, es ging sehr schleppend voran mit dem Lesen. Für mich ist die Geschichte schon so durchgekaut, dass ich einfach irgendwann keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. Der Inhalt bleibt ja in jedem Buch der selber, es gibt irgendein Thema worüber gestritten wird, die beiden reden eine Weile nicht mehr miteinander, sie vertragen sich wieder und zur Krönung gibt es den so oft bekannten Versöhnungssex. Gähn..das wird irgendwann langweilig. Es tut mir schweren Herzens Leid das sagen zu müssen aber ich finde es nicht mehr originell. Nun ich muss sagen Hardin und Tessa sind zwei Charaktere die einfach für sich speziell sind. Und doch ist mir ihre Weiterentwicklung in diesem Teil aufgefallen, besonders bei Hardin, der sich auch mal auf etwas einlässt und nicht nur strickt sein Ding durchziehen will. Scheinbar ist Tessa ihm doch zu wichtig. Zunächst ist es aber Tessa die sich weiterentwickelt hat und voran kommt, Hardin scheint anfangs ein bisschen hinterher zuhinken und macht sich so mal wieder selbst das Leben schwer. Was ich schön fand, war die brüderliche Annäherung von Hardin und Landon, die beiden scheinen ja doch etwas für einander übrig zu haben, da waren auch sehr witzige Szenen dabei.
Ich denke nicht, dass ich so schnell den 4. Band lesen werde auch wenn es mal wieder ein richtiger Cliffhanger gab beim Ende von Band 3, aber das ist ja auch nichts Neues mehr. Im Moment ist mein Bedarf an Hardin und Tessa erstmal gedeckt und ich brauche eine streitfreiere Lektüre ohne ewiges Ping-Pong Spiel.
 Wie bei allen anderen Covern auch. Die vier Bände passen halt einfach wunderbar zusammen und sehen so schön aus im Regal.
Dieses Buch strapaziert echt die Nerven und das auf fast 1.000 Seiten.



{Rezension} Finde dich gut, sonst findet dich keiner


Finde dich gut, sonst findet dich keiner
Autor: Paula Lambert
Seiten: 221
Verlag: Heyne
Preis: 8,99€ (D)

Wer kennt sie nicht? Die Tage, an denen man in den Spiegel schaut und an allen Ecken und Enden etwas an sich auszusetzen findet: Zu dick? Zu dünn? Zu klein? Zu groß? Schluss damit! Die bekannte Sex- Expertin und Beziehungsberaterin Paula Lambert hat den Perfektionswahn satt. Selbstliebe statt Selbstzweifel ist ihre Devise! Denn wer mit sich selbst im Einklang ist, der ist auch für andere attraktiv und findet mühelos den richtigen Partner. So einfach ist das!


Ich bin auf dieses Buch gestoßen ohne wirklich groß danach zu suchen. Ohne groß zu wissen bin ich im Moment sehr in einer Selbstfindungsphase und Paula war eine große Hilfe auf dieser Reise (die gewiss noch nicht zu ende ist). Paula's Meinung finde ich einfach klasse. Sie sagt mit einfachen aber humorvollen Worten, dass es egal ist was man wiegt, wie man aussieht oder ob man Macken hat. Solange man sich selbst liebt und diese Dinge akzeptiert wird man viel glücklicher sein. Sie erzählt auch sehr viel von sich und ihren Erfahrungen aber bindet auch ihre Leser 8 nicht nur Frauen) mit ein was ich super fand, da man merkt hey man ist ja gar nicht alleine andere haben vielleicht die selben Probleme und das ist okay so. An manchen Tagen denke ich mir was wäre wenn ich so aussehen würde und was wenn ich so wäre und dann fällt mir das Buch von Paula ein rufe mir zurück so zu denken führt zu nichts außer schlechter Laune. Man muss die bösen Nörgler eben zurück auf ihren Platz zitieren und in Ruhe seinen Bus lenken ;-) Ein wirklich tolles Buch zum Thema Selbstfindung und Selbstliebe was aber auch spannend zu lesen war und nicht á la "Du-musst-das-so-und-so-tun-dann-wirst-du-von-allen-geliebt" das ist ja nicht der Sinn der Sache, in erster Hinsicht muss man sich selbst lieben der Rest kommt dann von ganz allein.




Sonntag, 2. Oktober 2016

{Rezension} Paris, du und ich


Paris, du und ich
Autor: Adriana Popescu
Seiten: 352
Verlag: cbj
Preis: 14,99 € (D)

 Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhandengekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben?
 Adriana Popescu schafft es immer wieder, dass ich mich Hals über Kopf in ihre Bücher verliebe! 
So war das auch bei diesem hier der Fall.
Die sechzehnjährige Emma hat sich in ihren französischen Austauschschüler Alain total verguckt. Nun möchte sie ihn in Paris überraschen. Nur doof, dass nicht er ihr die Tür öffnet sondern die wunderschöne Chloe, Alains Freundin. Am Boden zerstört und ohne ein Dach über dem Kopf flüchtet Emma in ein Hostel, wo sie sich erstmal verbarrikadiert. Auf einen nett gemeinten Rat, wagt sie sich doch wieder raus um Paris eben allein zu erkunden. Doch dies muss sie gar nicht als sie auf den unglaublich lieben Vincent trifft.

Dieses Buch hat einfach so viel Spaß gemacht zu lesen. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Emma und Vincent sind mir so ans Herz gewachsen und man lernt mit den beiden mit schwierigen Situationen umzugehen und das beste draus zu machen. Und zu sich selber zu stehen. Anstatt sofort aus Paris wieder abzuhauen wie es Emma zuerst vorgehabt hat, hat sie sich überreden lassen mit Vincent gemeinsam die Stadt zu erkunden, und ich glaube das war die Beste Entscheidung, die sie hätte treffen können. Man kann nicht anders als die beiden sofort ins Herz zu schließen. Wie immer ist der Schreibstil von Adriana Popescu so witzig aber auch gleichzeitig so berührend, dass einem sofort das Herz schmilzt. Und es steckt so viel Wahrheit in den Worten. Mir gingen schon zweimal die Post Its bei diesem Buch aus, und das spricht schon für das Buch.
Eine wirklich schöne Geschichte hat sie da wieder gezaubert, aus der man auch einiges lernen kann.


 Das Cover passt einfach perfekt zur Geschichte, ich gehe mal davon aus, dass das Mädchen Emma darstellen soll mit ihren roten Haaren. Und der Hintergrund hat den typischen Pariser Flair.
Immer wieder gerne lese ich die Bücher von Adriana Popescu, da sie alle genau mein Geschmack treffen.

{Rezension} Jackaby


Jackaby
Autor: William Ritter
Seiten: 320
Verlag: cbj
Preis: 9,99 € (D)

New Fiddleham 1892: Neu in der Stadt und auf der Suche nach einem Job trifft die junge Abigail Rook auf R. F. Jackaby, einen Detektiv für Ungeklärtes mit einem scharfen Auge für das Ungewöhnliche, einschließlich der Fähigkeit, übernatürliche Wesen zu sehen. Abigails Talent, gewöhnliche, aber dafür wichtige Details aufzuspüren, macht sie zur perfekten Assistentin für Jackaby. Bereits an ihrem ersten Arbeitstag steckt Abigail mitten in einem schweren Fall: ein Serienkiller ist unterwegs. Die Polizei glaubt, es mit einem gewöhnlichen Verbrecher zu tun zu haben, aber Jackaby ist überzeugt, dass es sich um kein menschliches Wesen handelt ...

Obwohl ich noch keine Sherlock Holmes Geschichte gelesen habe, interessierte ich mich für Jackaby, das ja die Geschichte ein bisschen neu erzählt.
Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht von Abigail Rook, die nach einer langen Reise im fernen Amerika in der Stadt New Fiddleham landet. Und zwar ohne Geld, ohne Unterkunft, und ohne frische Kleidung. Davon lässt die junge Abenteurerin sich aber nicht abhalten, schließlich ist sie selbst Schuld an ihrer Situation. So lernt sie auf ihrer Suche nach einem Job, den etwas eigenwilligen R.F. Jackaby kennen, bei dem sie einen Assitenzjob annimmt und im Grunde nicht mal genau weiß was er macht. Zusammen gehen die beiden mysteriösen Morden auf die Spur, die scheinbar nur Jackaby aufdecken kann.
Wie oben genannt kann ich schlecht beurteilen ob das Buch etwas für Sherlock Fans ist, aber ich fand es nicht schlecht. Das Buch ist sehr facettenreich und beinhaltet so ziemlich alles. Es ist unterhaltsam, witzig, spannend und der gewisse übernatürliche Touch passt perfekt. Abigail Rook und Jackaby geben ein perfektes Ermittlerteam, das man einfach lieben muss.
Und obwohl es ein historischer Roman ist kam ich sehr gut damit klar, da ich dies sonst eigentlich nicht lese.
Der Schreibstil war sehr gut und spannend, trotzdem es an manchen Stellen ein bisschen hervorsehbar war was passieren würde.

 Dieses Cover! Ich finde es so wunderschön, was ein kleines bisschen dazu beigetragen hat warum ich dieses Buch lesen wollte.
Eine sehr spannende und witzige Geschichte die für mich mal etwas anderes war.